• "MoVeToLausitz"


    Mobilitätsunterstützung mittels datenbasierter Verkehrslenkung sowie alternativer Angebote für die touristische Mobilität in der Lausitz

Die Idee

Der Tourismussektor stellt für im Wandel befindliche Braunkohlereviere ein enormes Potenzial zur Strukturstärkung dar. Insbesondere das Lausitzer Revier verfügt bereits über einige punktuell sehr bekannte Destinationen (u. A. Spreewald, Lausitzer Seenland, Cottbuser Ostsee). Eine überregionale Vermarktungsstrategie bietet hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten und wird daher u.a. aus ökonomischen Gründen vorangetrieben.

Aufgrund des ländlichen Raumes, der Attraktivität mehrerer in Distanz zueinander liegender touristischer Hot-Spots und dem Mangel an bedarfsgerechten Alternativen besteht die Gefahr, dass der Tourismusverkehr in der Lausitz auch in Zukunft überwiegend durch den MIV realisiert wird. Eine weitere Herausforderung stellt der Planungshorizont dar.

Während das Verkehrsangebot im ÖV langfristig geplant und in der mittleren und kurzen Frist rigide ist, ist die Mobilitätsnachfrage in der Lausitz aufgrund der enormen sozialen, wirtschaftlichen und demografischen Veränderungsprozesse wesentlich volatiler. Den entstehenden Unsicherheiten und dem sich, insbesondere im Schlüsselsektor des Tourismus, kurzfristig ergebende Anpassungsbedarf des Marktes kann über intelligente, multimodale und bedarfsgetrieben Mobilitätskonzepte begegnet werden.

Dabei können intelligente Verkehrssteuerungen, effizientes Parkraummanagement, Datenplattformen, autonome Verkehrsangebote sowie On-Demand Angebote im ÖV einen entscheidenden Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten:

  1. Steigerung der Attraktivität der Tourismusregion Lausitz,
  2. Unterstützung einer ökonomisch und ökologisch nachhaltigen Entwicklung des Tourismus als Beitrag zur Verkehrswende,
  3. Unterstützung der Daseinsvorsorge sowie der Attraktivität des ländlichen Raums als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt durch Verflechtung von Tourismus- und Alltagsmobilität.

Leitfaden

Die Innovationen, welche im Rahmen von Konzepten, Modellen, technischen Werkzeugen und Strategien in 36 Monaten konzipiert, ausgearbeitet, modelliert (On-Demand Netz), implementiert (Datenplattform, digitale Verkehrslenkung) sowie evaluiert werden, werden Tourismusverbänden und Organisation innerhalb der Lausitz sowie weiteren Tourismus- und Freizeit-Regionen deutschlandweit in Form eines Leitfadens zur Verfügung gestellt. Die Überprüfung der Übertragbarkeit der entwickelten Ansätze wird ebenfalls adressiert. Im Fokus stehen hier auch die immensen Potentiale grenzüberschreitender Mobilität – sowohl für Verkehrsverbunds-, Landkreis-, Bundesland- und Landesgrenzen.


Themenfelder & Forschungsfragen

A) Verkehrsträgerübergreifende Analysen: Welches Mobilitätsverhalten von Touristen und Einheimischen liegt vor? Welche Erfahrungen und Mobilitätsbedarfe bestehen?

B) Smart Parking und Verkehrslenkung: Welchen Beitrag kann eine digitale, datenbasierte Verkehrslenkung für eine nachhaltige regionale Entwicklung leisten (Auffangparkplätze + Shuttle Services, gleichmäßige Verteilung der Touristen auf Hot- und Cold-Spots)?

C) Datenplattform und Datenraum Mobilität (DRM): Welche Mobilitätsinformationen und Analysewerkzeuge (Datalabs) können über eine Plattform für touristische Mobilität wie zur Verfügung gestellt werden, um größtmöglichen Nutzen für die Akteursgruppen zu stiften? Wie sind die Datalabs zu konzeptionieren und umzusetzen? Wie können touristische Daten aus der Lausitz dem DRM, MDM und mCLOUD bereitgestellt werden, bzw. Daten aus diesen Quellen integriert werden?

D) Verkehrsmodelle: Wie können algorithmische Ansätze für das Routing von On-Demand Verkehr im ländlichen Raum unter Berücksichtigung von intermodalen Reiseketten entwickelt werden?

E) Nachhaltige Verkehrskonzepte für den Tourismus in der Lausitz: Welche Verkehrsangebote sind nötig, um nachhaltigen Tourismus, Wirtschaftsleistung und Zuzug in die Region zu fördern und Alternativen zum MIV auch für Bewohner attraktiv zu machen? Wie lassen sich die neuen Mobilitätsformen mit bisheriger Infrastruktur und Verkehrsplanung integrieren?


Die Meilensteine

  • MS: M1 | Monat 9
    • Auswahl der Parkplätze für die Parkraumuntersuchung ist erfolgt
    • Auswahl der benötigten Verkehrs-Sensorik sowie der Orte der Installation ist erfolgt

  • MS: M2 | Monat 15
    • Szenarien entwickelt, Anforderungen abgeleitet, System-Architektur spezifiziert (1. Iteration)
    • Analysen in 1. Iteration abgeschlossen
    • Installation und Einrichtung Sensorik begonnen, Plattform für touristische Mobilität Instanz aufgesetzt
    • 1. Datenquellen über UP-Connector in Plattform für touristische Mobilität integriert
    • Konzeption Datenprodukte begonnen
  • MS: M3 | Monat 27
    • Entwicklung Use Cases abgeschlossen
    • Zielgebiet-, Nachfrageanalyse abgeschlossen
    • Daten-Integriert, Analytics- / Prognose- / Logische-Services umgesetzt, Analysewerkzeuge realisiert
    • Nachfragemodelle in 1. Iteration entwickelt
  • MS: M4 | Monat 32
    • Geschäfts-, Betreiber- und Finanzierungsmodelle umgesetzt
    • Entwicklung Plattform für touristische Mobilität umgesetzt
    • Datenprodukte, Datenraum umgesetzt
    • Parkraummanagementkonzept umgesetzt
    • Nachfragemodell & Intermodale Verkehrsmodelle umgesetzt
  • MS: M5 | Monat 36
    • Validierung der theoretischen Konzepte abgeschlossen
    • Leitfaden fertig
    • Projektabschluss

Veranstaltungen

Auftaktveranstaltung zu mFUND Projekt in der Lausitz

MoVeToLausitz - Mobilitätsunterstützung mittels datenbasierter Verkehrslenkung sowie alternativer Angebote für die touristische Mobilität in der Lausitz

Projektbeginn des mFUND-geförderten Vorhabens in der Lausitz

Der Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor des Lausitzer Reviers. Dennoch mangelt es an Mobilitätsinformationen für Touristen und Ein-heimische, an Möglichkeiten der datengestützten Verkehrslenkung sowie an einer bedarfsgerechten Alternative zum privaten Pkw. Die zum Teil hohe Distanz zwischen den touristischen Gebieten in der Lausitz begünstigt und verstärkt den Impuls zur Nutzung des Privatwagens zusätzlich.

Ein weiteres Problem ist die derzeitige Inkompatibilität zwischen der dynamischen Mobilitätsnachfrage in der Lausitz – mit ihren enormen sozialen, wirtschaftlichen und demografischen Veränderungsprozessen – und dem relativ starren Planungshorizont im öffentlichen Verkehr. Dieser ist langfristig ausgelegt und daher im Zeithorizont kurz- bis mit-telfristig inflexibel. Insbesondere für den Schlüsselsektor Tourismus ergibt sich dadurch ein hoher und unmittelbarer Anpassungsbedarf des Marktes. Diesem Bedarf kann über intelligente, multimodale und bedarfsgetrieben Mobilitätskonzepte begegnet werden. Sie versprechen insbesondere über die intermodale Verknüpfung mit dem klassischen öffentlichen Verkehr eine hohe Effektivität und Kosteneffizienz.

„Das Forschungsvorhaben MoVeToLausitz soll einen weiteren Anstoß liefern, die Lausitz als Wirtschaftsregion wieder attraktiver zu gestalten. Dazu möchten wir die Stärke der Freizeitangebote der Lausitz nutzen, welche einen immer größeren Einfluss auf die Wohn- und Arbeitsplatzwahl einnehmen. Durch ein attraktiv gestaltetes Angebot im Bereich der Freizeit- und Tourismusmobilität in Verknüpfung mit der Alltagsmobilität sowie eines erleichterten Zugangs zu Mobilitätsinforma-tionen durch eine frei zugängliche Mobilitätsplattform sollen Mehr-werte für Einheimische, Besucher sowie Wirtschaft und Gewerbe geschaffen werden.“
(Judith Gessenhardt, Projektleiterin, [ui!] Urban Mobility Innovations)

Ein angestrebtes technisches Kern-Ergebnis des Gesamtvorhabens MoveToLausitz ist der Aufbau einer Plattform für touristische Mobilität. Hier sollen verschiedenste Mobilitätsdaten und Dienstleistungs-Systeme zusammengeführt sowie Mehrwertdienste und -daten erzeugt werden.

Über die Verknüpfung bestehender Verkehrsmittelangebote mit der existierenden Infrastruktur wird eine messbare Reduktion des privaten Pkw-Anteils zugunsten intelligenter intermodaler Reiseketten angestrebt. Zusätzlich werden über eine bessere Erreichbarkeit sog. touristische „Cold-Spots“ aktiviert. Die Steigerung der Attraktivität der Lausitz wird durch die Verflechtung von Tourismus- und Alltagsmobilität sowie diverser Beteiligungsformate mit Nutzern, Stakeholdern und as-soziierten Partnern erreicht. Die übertragbaren Projektergebnisse werden Tourismusverbänden und Organisation innerhalb der Lausitz sowie weiteren Tourismus- und Freizeit-Regionen deutschlandweit in Form eines Leitfadens zur Verfügung gestellt. Im Fokus stehen hier auch die immensen Potenziale grenzüberschreitender Mobilität – sowohl für Verkehrsverbunds-, Landkreis-, Bundesland- und Landesgrenzen.
Eine überregionale Vermarktungsstrategie soll helfen, die hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten des sich im Wandel befindenden Tourismussektors für das Projekt zu nutzen. Sie wird daher u.a. aus ökonomischen Gründen vorangetrieben. Perspektivisch hat das Projekt Potenziale in den Bereichen intelligente Verkehrssteuerung, effizientes Parkraummanagement, Mobilitätsplattformen, autonomen Verkehrs- sowie On-Demand Angebote im öffentlichen Verkehr. Damit kann das Projekt einen entscheidenden Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten.

Zur Steigerung der Attraktivität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit des Tourismus in der Lausitz wird die [ui!] Urban Mobility Innovations / B2M Software GmbH mit Sitz in München gemeinsam mit den Partnern BTU Cottbus- Senftenberg (Fachgebiete Dekarbonisierung und Transformation der Industrie, Mathematik und Grundlagen der Informatik, Regionalplanung), dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik in Prien am Chiemsee, dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme in Dresden, dem Regionalbus Ostbayern GmbH mit Sitz in Regensburg sowie der [ui!] Urban Software Institute GmbH, Chemnitz im Rahmen des Projektes MoVeToLausitz im Zeitraum vom 1.7.2022 bis 30.06.2025 intelligente, intermodale, grenzübergreifende und bedarfsgetriebene Mobilitätslösungen erarbeiten.

Das Konsortium ist mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Forschung und Anwendung besetzt und wird aktuell von den assoziierten Partnern DB Regio Ost GmbH, dem Landkreis Spree-Neiße, dem Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V., dem Tourismusverband Spreewald e.V., dem Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg, dem Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien sowie neuland21 e.V. in ihrem Forschungsvorhaben unterstützt.

Das Projekt MoVeToLausitz wird im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit insgesamt knapp 3 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert.

Die Auftaktveranstaltung in hybrider Form findet am 26.09.2022 im Zeitraum von 10:30 – 13:00 Uhr statt. Interessierte sind herzlich eingeladen online teilzunehmen unter: auftakt.movetolausitz.de

Die [ui!] Unternehmensgruppe ist eine Synergie aus den drei Unternehmen [ui!] Urban Software Institute, [ui!] Urban Mobility Innovations (B2M Software GmbH), und [ui!] Urban Lighting Innovations. [ui!] Urban Mobility Innovations nutzt das Wissen der [ui!] Unternehmensgruppe, um mit Unterstützung einer cloudbasierten Smart Mobility Plattform sämtliche vorhandene urbane Daten unterschiedlichster IT-Systeme zu sammeln, mit KI-basierten Analysen auszuwerten und für konkrete Mobilitätsdienstleistungen zur Verfügung zu stellen.

Über das Förderprogramm mFUND des BMDV
Im Rahmen des Förderprogramms mFUND unterstützt das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um datenbasierte digitale Innovationen für die Mobilität der Zukunft. Die Projektförderung wird ergänzt durch eine aktive fachliche Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Forschung und die Bereitstellung von offenen Daten in der Mobilithek. Weitere Informationen finden Sie unter www.mfund.de.

 

Links

Auftaktveranstaltung in hybrider Form

26.09.2022 - 10:30 – 13:00 Uhr

Interessierte sind herzlich eingeladen online teilzunehmen unter:

auftakt.movetolausitz.de

Kontakt


[ui!] Urban Mobility Innovations 
B2M Software GmbH

c/o BASE
Blütenstr. 15
80799 München

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